Senat beschließt Neuausrichtung der Stadtdebatte Berliner Mitte

Nun kann es weitergehen! - Im Juni 2016 wurden die Bürgerleitlinien als Ergebnis eines intensiv geführten einjährigen Dialogs zwischen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und der Berliner Bevölkerung einstimmig und fraktionsübergreifend durch das Abgeordnetenhaus beschlossen. Nun soll die Stadtdebatte in erweiterter Form fortgesetzt werden.

In seiner Sitzung am 15. August 2017 hat der Senat hierfür die von der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, eingebrachte Vorlage zur „Neuausrichtung der Stadtdebatte Berliner Mitte“ beschlossen.
Dazu sagte Senatorin Lompscher: „Die Berliner Mitte bietet ein enormes Entwicklungspotenzial. Mit dem heutigen Beschluss wird der Gestaltungsprozess, der durch die Berlinerinnen und Berliner von Anfang an hoch engagiert begleitet wurde, ausgebaut und verstetigt.“

Die Stadtdebatte Berliner Mitte umfasst nach dem Beschluss nunmehr die Projektgebiete Alexanderplatz, Rathaus- und Marx-Engels-Forum, Molkenmarkt und Fischerinsel. Ebenso einbezogen werden die angrenzenden Bereiche des Entwicklungsgebietes Parlaments- und Regierungsviertel, das Humboldt Forum, die Breite Straße, der Petriplatz und das Gelände des ehemaligen Staatsratsgebäudes mit der European School of Management and Technology.
Im Mittelpunkt stehen Stärkung, Erhalt und Ausbau des Angebotes an kostengünstigen Wohn- und Gewerberäumen in dem Bereich. Partner ist hier u.a. die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM). Die Themenkomplexe Ökologie/Klima, Mobilität/Verkehr sowie Geschichte/Archäologie bilden die inhaltlichen Schwerpunkte der Stadtdebatte.

Folgende erste konkrete Beteiligungsschritte sind zurzeit geplant:

  • Bürgerwerkstätten zur Gestaltung der Plätze „An der Markthalle“ und „Vor dem Haus des Reisens“,
  • Entwicklung von temporären Gestaltungsideen für die Freiflächen des Rathausforums und des Marx-Engels-Forums mit dem Schwerpunkt auf Geschichtsentdeckung und -vermittlung,
  • Einrichtung eines ständigen Debattenortes im Projektgebiet.

Neben dem Angebot an alle Bürgerinnen und Bürger Berlins, sich innerhalb der projekt-bezogenen Partizipationsformate zu beteiligen, soll ein Begleitkreis eingerichtet werden, dem Vertreterinnen und Vertreter der Fachöffentlichkeit und der Bürgerschaft Berlins angehören werden.